Warum die Massage des Vagusnervs beruhigend wirken kann

Unser Nervensystem arbeitet Tag und Nacht für uns. Es hilft uns, auf Herausforderungen zu reagieren, Entscheidungen zu treffen und uns vor Gefahren zu schützen.
Doch manchmal bleibt es länger im Alarmzustand, als eigentlich nötig wäre. Stress, Sorgen, Zeitdruck oder belastende Erlebnisse können dazu führen, dass der Körper dauerhaft in einer erhöhten Anspannung bleibt.
Hier spielt der Vagusnerv eine besondere Rolle.
Der Vagusnerv ist einer der wichtigsten Nerven unseres Körpers und verbindet das Gehirn mit zahlreichen Organen, darunter Herz, Lunge und Verdauungssystem. Er ist ein zentraler Bestandteil des sogenannten Parasympathikus – jenes Teils unseres Nervensystems, der für Ruhe, Regeneration und Erholung zuständig ist.
Wird der Vagusnerv aktiviert, können verschiedene Prozesse im Körper unterstützt werden:
- Der Herzschlag kann ruhiger werden.
- Die Atmung wird oft tiefer und gleichmäßiger.
- Muskelspannungen dürfen nachlassen.
- Der Körper erhält das Signal, dass keine unmittelbare Gefahr besteht.
- Regeneration und Erholung werden gefördert.
Sanfte Berührungen im Bereich des Kopfes, Nackens oder rund um den Verlauf des Vagusnervs können dabei helfen, diesen beruhigenden Anteil des Nervensystems anzusprechen. Versuche es mal mit der Übung im Bildbeschrieb. Hierbei kann das Lavendel Öl als Verstärkung der Wirkung genutzt werden oder jedoch auch weggelassen werden.
In der Craniosacraltherapie beobachten wir häufig, dass Menschen nach solchen Impulsen mehr innere Ruhe, Klarheit und Verbundenheit mit sich selbst erleben.
Dabei geht es nicht darum, den Körper zu zwingen, sich zu entspannen. Vielmehr wird ihm die Möglichkeit gegeben, sich an einen Zustand zu erinnern, den er bereits kennt:
Ruhe.
Sicherheit.
Regeneration.
-> Manchmal braucht das Nervensystem keine Lösung – sondern nur die Erinnerung daran, dass es sicher ist.
